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Klassiker zu Halloween: Kürbisse schnitzen mit Kindern

Halloween

Die Iren und Amerikaner vertreiben seit jeher böse Geister in der Nacht zu Allerheiligen durch das Aufstellen von gruseligen Kürbisgesichtern. So erzählt es die Legende um Jack O‘ Lantern. Auch in Deutschland wird das Schnitzen von gruseligen Fratzen zu Halloween immer beliebter. Passende Kürbisse und Werkzeuge sind schnell gefunden, die Arbeit des eigentlichen Schnitzens ist mit den richtigen Tricks einfacher als gedacht.

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Gruselige Halloweenkürbisse sollten ursprünglich böse Geister vertreiben ( Bild: Klaus Kaulitzki – Fotolia)

Die richtige Vorbereitung

Zunächst gilt es, den richtigen Kürbis auszusuchen. Sorten gibt es im Handel zur Genüge, weiche Kürbisse lassen sich generell leichter schnitzen. Der Kürbis sollte keine Risse in der Schale aufweisen und einen Durchmesser von mindestens 20 Zentimeter nicht unterschreiten. Profis besorgen sich ihre Kürbisse bereits Wochen im Vorfeld und lassen sie anschließend austrocknen. Darunter leidet zwar die Farbintensität, die Kürbisse sollen so aber länger haltbar bleiben.

Das passende Werkzeug lässt sich in jeder Küche finden: ein scharfes Messer oder Teppichcutter zum Schnitzen des Gesichts, ein Brotmesser zum Abschneiden des Deckels und ein stabiler Löffel oder Eisportionierer zum Auskratzen. Außerdem benötigt man einen wasserfesten Filzstift, Zeitung als Unterlage und ein Teelicht.

Tipp: Immer mindestens einen Ersatzkürbis für Schnitzmalheure kaufen.

Schritt für Schritt zum gruseligen Kürbisgesicht

Bereits mit acht oder neun Jahren können Kinder ihren eigenen Kürbis schnitzen, natürlich noch unter Aufsicht, denn es werden scharfe Werkzeuge verwendet. Kleineren Kindern sollte man in jedem Fall helfen. Das eigentliche Schnitzen übernehmen am besten die Eltern, Aushöhlen und Vorlagen aufmalen können die Kleinen je nach Geschick und Geduld selber. Geschnitzt wird entweder im Freien oder in der heimischen Küche auf einer dicken Unterlage Zeitungspapier, denn Kürbisschnitzen und vor allem das Aushöhlen ist eine matschige Angelegenheit.

  • Schritt 1: Zunächst wird der Kürbis von Erde befreit und gründlich trocken gerieben.
  • Schritt 2: Der spätere Deckel wird mit einem langen Brotmesser waagerecht zum Kürbis abgetrennt, da er später wieder aufgesetzt werden soll. Mit etwas Übung kann man dem Kürbis auch lustige Frisuren schnitzen.
  • Schritt 3: Nun beginnt das Aushöhlen. Erst werden Kerne und Fasern mit den Händen entfernt und beiseite gelegt. Mit dem Löffel oder Eisportionierer schabt man das Fruchtfleisch heraus, bis die Wand eine Dicke von ungefähr zwei Zentimetern hat um später auch schön leuchten zu können.
  • Schritt 4: Nun überträgt man das gewünschte Motiv entweder mit einer Schablone oder frei Hand auf die schöne Seite des Kürbis. Vorlagen gibt es im Internet reichlich, aber Kinder verfügen meistens über soviel Fantasie, dass sie diese gar nicht benötigen.
  • Schritt 5: Das Motiv schnitzt man nun mit einem kleinen scharfen Messer aus der Wand. Man beginnt wegen der Stabilität immer in der Mitte und immer mit den filigranen Teilen. Größere Stücke schneidet man besser in kleinen Teilstücken heraus. Die Ausschnitte von innen nach außen einfach herausschieben.
    Tipp: Sollte doch ein Stück zu viel herausgeschnitten worden sein, kann man dieses mit einem Zahnstocher wieder fixieren.
  • Schritt 6: Den Kürbis noch einmal gründlich trocken reiben, ein Teelicht reinstellen und den Deckel wieder aufsetzen.

Tipp: Kleine Kinder, die noch nicht mit einem Messer schnitzen dürfen, können mit einem Apfelentkerner runde Löcher in die Schale stanzen und so ganz individuelle Kürbisse kreieren.

Haltbarkeit und Weiterverwendung des Kürbis

Aus dem Fruchtfleisch lässt sich eine leckere Kürbissuppe zaubern ( Bild: Kathleen Rekowski - Fotolia)

Aus dem Fruchtfleisch lässt sich eine leckere Kürbissuppe zaubern ( Bild: Kathleen Rekowski – Fotolia)

Sowohl Fruchtfleisch als auch Kerne lassen sich prima weiterverarbeiten. Aus dem Fruchtfleisch kann man bekannte Klassiker wie Kürbissuppe oder Kürbismuffins zaubern, Kürbiskuchen, Kürbisbrot oder Kürbismarmelade sind ebenfalls sehr schmackhaft. Die Kerne kann man entweder lagern für die eigene Aussaat oder man röstet sie und knabbert sie abends.

Der geschnitzte Kürbis hält sich vor der Haustür in etwa eine Woche, danach beginnt er meist zu faulen. Neben der vorangegangenen Trocknung kann man das Leben des Kürbis mit kleinen Tricks verlängern. Sowohl das Einsprühen mit Haarspray als auch das Einreiben der Schnittflächen mit Vaseline können den Faulprozess kurzzeitig aufhalten. Einige raten auch zum Ausspülen mit Essig. Generell hält der Kürbis länger, wenn er kühl steht, aber das kann man vor der eigenen Haustür schlecht beeinflussen. Auch eine kurzzeitige anstatt permanenter Beleuchtung verlängert die Haltbarkeit, da aufgrund der hohen Temperaturen der Kürbis innerlich zu kochen anfängt.

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